Eingangsstufe und Flexibler Schulanfang

 

Flexibler Schulanfang

 

In Vollmarshausen werden die Kinder ab ihrem fünften Lebensjahr in die Schule aufgenommen und zusammen mit Kindern aus zwei höheren Jahrgängen in altersgemischten Gruppen unterrichtet. (Stufe 0 zusammen mit Stufe 1 und Stufe 2). Die älteren Kinder übernehmen dabei „Patenschaften“ für die Schulanfänger.

In der drei Jahre umfassenden Schuleingangsstufe werden die Kinder zunächst behutsam vom vorschulischen an das schulische Lernen herangeführt und in einem differenzierten Unterricht entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten gefördert. Es besteht die Möglichkeit, die Schuleingangsstufe in zwei Jahren zu durchlaufen aber auch vier Jahre darin zu verweilen.

Ab der dritten Klasse arbeiten die Kinder seit 2016 ebenfalls in jahrgangsgemischten Gruppen zusammen. Zentrale Aspekte der Eingangsstufenarbeit, wie das eigenverantwortliche und differenzierte Arbeiten und Lernen mit Hilfe des Wochenplans sowie die Stärkung der sozialen Kompetenz werden in den Klasse 3/4 weiter geführt und erweitert. Der Unterricht wird durch frei wählbare Arbeitsgruppen ergänzt. (Mittwoch AG's)

Das pädagogische Konzept im Schulalltag

 

Während ihrer gesamten Grundschulzeit werden die Kinder innerhalb eines festen zeitlichen Rahmens in der Schule betreut. Der Unterrichtsalltag ist in größere Blöcke gegliedert, innerhalb derer rhythmisiertes Lernen sowie eine flexible Zeiteinteilung möglich sind. Er ist gekennzeichnet durch einen verlässlichen Tages- und Wochenrhythmus mit immer wiederkehrenden Ritualen und Regeln, wie z.B. offener Anfang, gemeinsames Frühstück, Morgenkreis, Bewegungszeit und dem Monatssingen. Gelernt wird allein, mit dem Partner, der Gruppe oder der ganzen Klasse - an verschiedenen oder gemeinsamen Themen. Die Inhalte werden nicht nur vorgegeben, zum Teil bestimmen die Kinder selbst, was im Mittelpunkt steht: Im "Morgenkreis", in den AG´s ("Mittwochsgruppen"), bei der "Eigenen Zeit". Während des Morgenkreises sind es vorwiegend persönliche Erfahrungen, die die Kinder mit in die Schule bringen und kommunizieren. Bei den Mittwochsgruppen gibt es Angebote aus dem spielerischen, künstlerischen, technischen, naturwissenschaftlichen oder sportlichen Bereich, durch deren Einwahl die Kinder entscheiden, ob sie für sie bedeutsam sind.

 

 

Sie werden neben den Lehrkräften auch von Eltern, interessierte Bürger des Ortes und Studierende der nahen Universität angeboten.

In der "Eigenen Zeit" setzen sich die Kinder mit Themen ihrer Wahl intensiv auseinander und präsentieren es abschließend vor ihrer Klasse im Rahmen eines Vortrags. Wenngleich das Thema "Tiere" unbestritten die Hitliste nahezu jeder Klasse anführt, geraten auch technische, geschichtliche, geografische und naturwissenschaftliche Interessen der Kinder hier in den Mittelpunkt.
Getragen wird das pädagogische Konzept vom intensiv zusammenwirkenden Kollegium. In wöchentlichen Konferenzen (Gesamt- und Stufenkonferenzen)werden aktuelle Informationen ausgetauscht, gemeinsame Vorhaben beraten oder reflektiert. Die Planung des konkreten Unterrichts erfolgt in den wöchentlichen Teamsitzungen. Pädagogische Konferenzen oderTage - mehrmals im Jahr - geben Raum und Zeit, um sich mit pädagogischen Fragen intensiver auseinanderzusetzen, Konzepte zu entwickeln, langfristige Projekte zu bearbeiten und sie nach deren Abschluss zu evaluieren und ggf. zu verändern oder weiter zu entwickeln.