Projekt Straßenkinder - ein Tag Straßenkind

 

Wir, die Delfine der Schule Vollmarshausen, haben uns in einem Projekt mit dem Thema Straßenkinder in Südamerika beschäftigt. Seit 9 Monaten ist eine Lehrerin aus Paraguay, Frau Rosenberger, an unserer Schule. Sie hat mit uns dieses Projekt durchgeführt. Frau Rosenberger hatte uns über ihr Heimatland einiges erzählt, und uns interessierte wie Kinder in unserem Alter dort leben.
Manche leben ähnlich wie wir, sie gehen in die Schule, leben in ihrer Familie, spielen mit Freunden, gehen zum Sport oder haben andere Hobbies..
Da Paraguay aber auch ein sehr armes Land ist ( 35% der Bevölkerung ist so arm, dass sie die Familie nicht ernähren können) gibt es auch viele Kinder, die schon früh arbeiten müssen und ein bisschen Geld in die Familie bringen oder gar nicht mehr bei der Familie leben können, sondern auf der Straße leben müssen und sehen wie sie durchkommen. Für uns ist ein solches Leben kaum vorstellbar. Straßenkinder arbeiten teilweise schon mit 6 Jahren.
Besonders erschreckt hat uns, dass die Straßenkinder von Erwachsenen, auch der Polizei schlecht behandelt und misshandelt werden. Straßenkinder arbeiten teilweise schon mit 6 Jahren, Sie werden von der Polizei verfolgt, eingesperrt, getreten und geschlagen, wenn sie beim Stehlen erwischt werden. Dabei müssen sie Essen stehlen oder Geld, damit sie überleben können.
Unser Wunsch war, etwas zu tun, das den Straßenkindern hilft, ein kindgerechteres Leben zu führen.
So beschlossen wir, selbst mal "Straßenkind" zu sein und auf dem Wochenmarkt in Lohfelden mit einem Bauchladen Selbstgebasteltes zu verkaufen, Schuhe zu putzen, Einkäufe zu tragen und Musik zu machen. Dafür bekamen wir Spenden. Dieses Geld bekommt eine Organisation " Transformadores" in Paraguay, die sich um Straßenkinder kümmert, ein Kinderheim aufgebaut hat, Kinder aufnimmt und ihnen ein "normales" Leben ermöglicht. Wir konnten 500€ an dieses Kinderheim spenden. Es finanziert sich nur durch Spenden.
Viele Marktbesucher haben sich für unser Projekt interessiert, manche haben etwas gespendet, wollten aber nichts wissen.

Die Kinder reflektierten das Projekt folgendermaßen:
- Das Thema hat mich bewegt. Es ist schön zu wissen, dass es Leute gibt, die den Straßenkindern helfen, das Leben auf der Straße hinter sich zu lassen.
- Ich habe gelernt, dass ich sparsamer sein muss. Denn bei den Straßenkindern würden sie sich um etwas, das ich habe, prügeln. Ich habe gelernt wie hart es ist, auf der Straße zu leben.
- Ich habe viel darüber gelernt und verstanden warum es Straßenkinder überhaupt gibt. Ich kann nur froh sein, dass es mir so gut geht.
- Ich hoffe, dass es den Straßenkindern besser geht, wenn es viele Menschen gibt, die unterstützen.
- Ich habe viel darüber gelernt, vor allem, dass Straßenkinder ihr Zuhause aus finanziellen Umständen oder Misshandlungen verlassen müssen.
- Ich schätze mein Leben hier jetzt viel mehr und ich möchte Kindern in Armut und Not helfen, denn sie haben auch ein Recht auf ein gutes Leben!!
- Das Projekt hat bei mir viele Emotionen ausgelöst. Mir wurde vor Augen geführt, dass Straßenkinder jeden Tag um Leben oder Tod kämpfen müssen und manche den Kampf verlieren.
- Es ist spannend so ein Thema zu haben, aber auch traurig.
- Das Thema hat mein Leben verändert und ich bin so glücklich, dass ich eine Familie, ein Haus und eine Schule habe.